Soeben habe ich meine Checkliste „Tipps für PR-Texte“ an die Teilnehmer meines Textworkshops verschickt. Ich hatte aus verschiedenen Medientypen Beispieltexte zum Redigieren ausgewählt. „Rein zufällig“ war natürlich bei einigen wieder an alles gedacht, nur nicht an eines – den Leser. „Juhuu, wir haben der Redaktion den Fachartikel oder Kommentar verkauft, also – ohne genauere Ansicht des eigentlichen Themas – einfach alles rein, was der Kunde hören will“ … ist nun einmal ein leider sehr häufiges PR-Textphänomen.
Ein Highlight war die Reaktion eines Teilnehmers auf einen w&v-Kommentar. Brutal hat er die ersten vier Absätze, rund ein Drittel des Texts, gestrichen und meinte: „So, jetzt würd ich ihn lesen …“. … Nur dumm, dass vermutlich kein Leser so weit gekommen ist … Nur gut, dass qualitative PR-Erfolgskontrolle so teuer und daher selten ist …
Fazit? Wer kürzt, gewinnt. „Kill your Darlings“, hieß das bei meinem früheren Chefredakteur. … Was haben wir geheult … 😉